Juni 2024

BGH-Urteil zur Klimawerbung: Katjes hält an Klimaschutz und transparenter Kommunikation fest

Emmerich, Juni 2024 - Im Juni 2024 entschied der Bundesgerichtshof, dass eine konkrete Werbeanzeige von Katjes aus dem Jahr 2021 nicht ausreichend erläutert habe, wie die beworbene Klimaneutralität erreicht wurde.

In der öffentlichen Berichterstattung wird der Gegenstand des Verfahrens teilweise verkürzt dargestellt. Der BGH entschied nicht allgemein über sämtliche Katjes-Produkte oder jede Verwendung des Begriffs „klimaneutral“, sondern über eine einzelne Anzeige in der Lebensmittel Zeitung, die sich vor allem an Fach- und Branchenkreise richtete.

Katjes hatte in der Anzeige durch das ClimatePartner-Logo, einen QR-Code und einen Website-Link auf weiterführende Informationen hingewiesen. Aus Sicht des Unternehmens sprach der fachkundige Adressatenkreis dafür, dass erkennbar war, dass neben Emissionsreduktionen auch Kompensationsmaßnahmen einbezogen wurden. 

Katjes hatte das Verfahren in den beiden Vorinstanzen gewonnen. Sowohl das Landgericht Kleve als auch das Oberlandesgericht Düsseldorf bewerteten die Anzeige als rechtmäßig und entschieden zugunsten von Katjes. Erst der Bundesgerichtshof kam in der Revision zu einer abweichenden Beurteilung und stellte neue und strengere Anforderungen an die unmittelbare Erläuterung des Begriffs „klimaneutral“. 

Katjes respektiert diese Entscheidung, sieht die Bewertung des besonderen Adressatenkreises jedoch weiterhin kritisch. Zugleich nimmt das Unternehmen die Anforderungen an eine klare und verständliche Umweltkommunikation ernst.

Unzutreffend ist der Eindruck, Katjes habe ausschließlich auf Kompensation gesetzt. Bereits zuvor wurden Maßnahmen zur Verringerung der eigenen Emissionen umgesetzt, darunter Ökostrom, Photovoltaik, Biogas, Energieeffizienz und Wärmerückgewinnung. Erst verbleibende Emissionen wurden ergänzend über Klimaschutzprojekte berücksichtigt.

Für Katjes steht fest: Emissionsreduktion und Kompensation sind unterschiedliche Instrumente und müssen auch kommunikativ klar getrennt werden. Künftig wird das Unternehmen deshalb noch konkreter benennen, welche Emissionen reduziert wurden und welche ergänzenden Klimaschutzbeiträge geleistet werden.

Klimaschutz ist für Katjes kein Werbebegriff, sondern ein langfristiger Prozess aus Messen, Vermeiden, Reduzieren und transparenter Kommunikation.

Der Bundesgerichtshof hat die Anforderungen an Umweltwerbung eindeutig konkretisiert. Wir respektieren diese Entscheidung und richten unsere Kommunikation an klaren und überprüfbaren Fakten aus. Für Katjes gilt: Emissionen messen, vermeiden und reduzieren – und Fortschritte transparent benennen.

Pascal Bua
Head of Corporate Affairs

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Über Katjes

Die Katjes Fassin GmbH + Co. KG mit Hauptsitz in Emmerich am Rhein ist mit den Marken Katjes, WICK Hustenbonbons, Ahoj-Brause und SALLOS eines der größten Unternehmen im deutschen Zuckerwarenmarkt. Zum Unternehmen gehören neben dem Hauptsitz in Emmerich auch die Gläserne Bonbonfabrik in Potsdam-Babelsberg sowie das Ahoj-Brause-Werk in Remshalden. Für die Bereiche Marketing und Vertrieb unterhält Katjes zudem ein Büro im Düsseldorfer Medienhafen. Darüber hinaus hält die Katjes Fassin GmbH + Co. KG eine Beteiligung von 50 Prozent an der Marke JOKOLADE.

Die Marke Katjes gilt als Pionier und Trendsetter im Bereich veganer Fruchtgummis und Lakritz. Das Unternehmen verzichtet bei der Herstellung seiner Katjes-Produkte zu 100 Prozent auf tierische Gelatine. An den verschiedenen Standorten in Deutschland beschäftigt Katjes Fassin insgesamt mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die rechtlich selbstständige Katjes Fassin GmbH + Co. KG ist gemeinsam mit ihren Schwestergesellschaften Katjes International GmbH + Co. KG und Katjesgreenfood GmbH + Co. KG Teil der Katjes-Gruppe.

Gläserne Bonbonfabrik Katjes